Zum dritten Mal in Folge finden zwei der größten HR-(Un-)Konferenzen in Paris statt, und das an zwei aufeinanderfolgenden Tagen: Am 15. Oktober beginnt der Reigen mit der #rmsconf – der „conférence sur le recrutement mobile et social“, am 16. Oktober geht es weiter mit der französischen Version von Bill Boorman ins Leben gerufenen „The Recruiting Unconference#TRUparis.

Die Teilnehmer dürfen gespannt sein, denn die jeweiligen Programme sind sehr vielfältig.

rmsconf_2013Die #rmsconf hat sich in diesem Jahr etwas Neues ausgedacht, denn jeder Teilnehmer kann sich sein Programm nach Lust und Laune selbst „zusammenstellen“.
Es gibt insgesamt 4 übergeordnete Bereiche:

  1. „Partage“ – eines der quasi-unübersetzbaren typisch französischen Wörter, das soviel wie das Teilen und Mitteilen von Erfahrungen bedeutet. Best-Practice-Beispiele dürfte es auch gut treffen. Zum Beispiel wird ein Vertreter der frz. Allianz (da bin ich sehr gespannt!) über den Einsatz von „Serious Games“ im Recruiting sprechen oder ein Recruitment-Experte des Genfer CERN wird über Video-Interviews berichten.
  2. „Pratique“ – konkrete Anwendungstipps, z.B. rechtlicher Art aber auch die so geannten „Battles“, in denen sich die Teilnehmer in zwei Diskussionslager aufteilen und das Pro und Contra einer Behauptung besprechen, z.B. darüber, ob man Kleinanzeigen im Recruiting abschaffen sollte (da muss ich natürlich hin). Da man in Frankreich sehr gerne, sehr laut und gelegentlich emotional etwas unkontrolliert diskutiert, dürfte dieser Teil ein Heidenspaß werden!
  3. „Innovation“ – der Name ist Programm. Scheint mir vor allem eine Plattform für Anbieter zu sein, die sich profilieren möchten.
  4. „Networking“ – trotz Anglizismus im französischen Programm enthalten. Nach den „richtigen“ frz. Sprachregeln müsste dieser Bereich wohl eher „Réseautage“ genannt werden. Aber das ist nicht so webzweinullig.

Das gesamte Programm gibt es hier.

Ein vollgepackter Tag, dem ich mit Spannung entgegen sehe – werde berichten, versprochen! Vor allem auch, um zu sehen, wie sich das Konzept mit den vier Bereichen, die man so und so lange besuchen kann, wie es einem passt – ich hoffe, das bringt nicht zu viel Unruhe in das Ganze – in der Praxis umgesetzt wird. Entspricht natürlich ganz und gar der modernen Recruiter-Generation und dem Motto des Events: man blendet Inhalte ein, switcht von einem Programm zum anderen (das heißt auf frz. übrigens „zapping“) und setzt nebenbei noch ein paar Tweets ab, checkt auf Foursquare ein, lädt Bilder auf Facebook hoch und dreht einige Vine- und Instagram Videos. Das alles, während man sich mit seinem Gegenüber unterhält sowie mit einem Kaffee in der einen und dem iPhone in der anderen Hand.

Am 16. Oktober geht es mit #TruParis weiter, und das Gute ist: diejenigen, die nicht live dabei sein können, können sich die einzelnen Sessions als Live Streaming auf Google+ und Youtube ansehen. 4 der Sessions (Themeneinheiten) werden in englischer Sprache abgehalten. Das vorläufige Programm gibt es hier.

truparis_2013Wie bei der #rmsconf wird es „Battles“ geben, um einige provokante Thesen kritisch zu beleuchten.
Auch dieser Tag verspricht, gut gefüllt zu werden und viel Platz für Networking zu bieten. Ich freue mich auf meine erste HR-Unconference und darauf, Bill Boorman himself endlich persönlich kennenzulernen.

Wer ebenfalls an einem oder beiden Events teilnehmen möchte, sollte sich schnell anmelden (RMSCONF und/oder #TruParis) – viele Plätze gibt es nicht mehr.