Welche sozialen Netzwerke gibt es in China, und wieso gelingt es westlichen Social Media nicht, sich dort zu etablieren?

Einen guten Ansatz, in dem chinesischen Markt – der enorm viel Wachstumspotenzial hat – Fuß zu fassen, zeigt das vor allem in Frankreich genutzte und verbreitete Viadeo. Facebook kommt in China nicht vorwärts, XING kämpft nun seit mehr als einem Jahr darum, dass die durch China blockierte Plattform wieder geöffnet wird (offensichtlich ohne Erfolg) und selbst das internationale Business Netzwerk LinkedIn kann dort keinen Blumentopf gewinnen.

Die großen Player in China sind die Facebook-Kopie Renren, QZone, PengYou und Kaixin001. Eine gute Übersicht mit Nutzerzahlen und weiteren Angaben gibt’s auf Mashable.

Neben diesen Netzwerken etabliert sich zunehmend auch das von Viadeo Ende 2007 übernommene chinesische Business Netzwerk Tianji. Mittlerweile zählt Tianji stolze 9 Millionen Nutzer (LinkedIn hat vergleichsweise 1 Million Mitglieder dort, XING an die 500.000).

Der Viadeo Gründer Dan Serfaty ist mit seiner Familie nun nach China gezogen, um den Markt dort aus nächster Nähe zu bearbeiten. Die Mitarbeiterzahl vor Ort soll ebenfalls signifikant erhöht werden. Serfaty, so in einem Gespräch mit TheNextWeb, hält es für sinnvoll, die lokale Marke, die er 2007 aufgekauft hatte, lokal zu lassen. Die sei die einzige Möglichkeit, in China auf Dauer Erfolg zu haben. Die Plattform wird von außen gesehen separat gehalten, obwohl die selbe Technik dahinter steht.

Eine gute Taktik, von der sich andere eine Scheibe abschneiden können. Zumal Viadeo/Tianji interessante asiatische (Bewerber-)Profile aufweisen kann, die potenziell interessant für westliche Unternehmen sind. International Social Media Recruiting at its best.

BTW: Die Social Media Recruiting Studie gibt es nach wie vor als Download.
Bisher hat der Karriere.at Blog darüber berichtet. Sehr lesenswerter Artikel!