Intro

  • 50.000 Personaler
  • 2.888 Umfrage-Aufrufe
  • 1.011 Teilnehmer
  • 105 Seiten
  • 16 Fragen
  • 6 Kooperationspartner
  • 3 Länder-Auswertungen
  • 2 Monate Laufzeit

Da(s) ist sie:
die 3. Ausgabe der Social Media Recruiting Umfrage 2014!

Ab sofort stehen die Ergebnisse unter der Studien-Download-Seite als kostenfreie PDFs zur Verfügung. Insgesamt habe ich drei Einzelauswertungen pro Land erstellt, von denen heute die Ergebnisse für Deutschland und Österreich zu haben sind. Die Schweizer Resultate gibt’s ab Mittwoch, 19.02., auch auf dieser Seite.

Was gibt’s Neues?
report-featuredDer Hype rund um die Online Personalsuche anhand von Social Media ist vorbei. Das wurde auch Zeit! Nun können sich Recruiter den tatsächlich wichtigen Dingen widmen, nämlich der Ausarbeitung einer wirkunsvollen Strategie und dem damit für ihr Unternehmen passenden Recruiting-Mix.

Interessanterweise werden bei den Einsatzgebieten von Social Media im Recruiting von deutschen Personalern eher Active-Sourcing-Aktivitäten genannt als Personalmarketing-Maßnahmen (46% vs. 42%). In Österreich ist dieser Trend umgekehrt: 39% betreiben damit Active Sourcing; 51% Employer Branding.

Über alle Länder hinweg, und in der Schweiz besonders stark ausgeprägt, ist der Einsatz von Jobportalen (DE: 88%, AT: 88%, CH: 96% (!)) und die firmeneigenen Karriereseiten (DE: 82%, AT: 85%, CH: 72% (!)) vorherrschend. Interessant: interne Mitarbeiterempfehlung, die Personalgewinnung mittels Intranet und auch Presseanzeigen stehen hoch im Kurs.

Der Erfolg bei der Stellenbesetzung anhand von Social Media ist mittelmäßig: Die meisten haben – wenn überhaupt – im vergangenen Jahr nachweislich am ehesten 1-5 Stellen über diese Kanäle besetzen können. Da Recruitern jedoch nach wie vor kaum Budget für Social Media Recruiting zur Verfügung gestellt wird – und in Deutschland vor allem die mittelgroßen Budgets (10.-20.000 €) weggefallen sind – sind die schwachen Ergebnisse keine Überraschung.

XING wird im Zusammenhang mit Social Media Recruiting am häufigsten genannt, wobei die Studienteilnehmer hier wie in den Vorjahren das Firmenprofil und das gelegentliche Schalten von Jobanzeigen angeben. Personaler setzen häufiger das firmeneigene Intranet ein als jedes andere soziale Netzwerk!

Mobile Recruiting setzt sich (noch) nicht durch; im Vergleich zu den Studienergebnissen der letzten Jahre (2011 und 2012) planen nur noch knapp 26 Prozent der deutschen Personalabteilungen, eine mobile-optimierte Karrierepräsenz anzubieten (2012: 51%). Dabei ist die Prozentzahl der bereits optmierten Seiten kaum angestiegen und liegt für Deutschland nach Angaben der Teilnehmer bei circa 30%.

Die Gesamtergebnisse gibt es hier.

Fazit
Es ist festzustellen, dass sich Unternehmen nach wie vor auf verschiedene Methoden zur (Online-)Personalansprache konzentrieren. Für Personalmarketing- und Employer Branding Maßnahmen wird weniger in Social Media investiert. Worin liegt das? Eventuell daran, dass sich der Kosten-Nutzen-Effekt schwer messen und analysieren lässt? Oder eventuell auch daran, dass die Firmen lieber in Maßnahmen, die sie (scheinbar?) besser steuern und kontrollieren können, vertrauen?

Eines ist sicher: Sich vollständig den Eigenheiten und (technologischen) sonstigen Veränderungen sozialer Netzwerke bei der Personalsuche zu verschreiben, ist ein Risiko. Es ist immer besser, die verschiedenen Möglichkeiten, die sich Recruitern heute zur Ansprache und Anwerbung bieten, zu kennen, die Trends mitzuverfolgen und die für sie geeigneten Konzepte und Strategien auszuarbeiten, regelmäßig zu überprüfen und anzupassen!

Zu guter Letzt: Danke!
Ich bedanke mich herzlich für die tatkräftige Unterstützung durch meine Kooperationspartner stellenanzeigen.de und die Königsteiner Agentur für die Verbreitung der Umfrage in Deutschland; bei karriere.at und monster.at für Österreich sowie bei jobs.ch für die Schweiz! Ein ebenfalls sehr großes Dankeschön gilt der Netigate Deutschland GmbH, die mir bereits zum dritten Mal in Folge die Nutzung ihrer exzellenten Umfrage Software gewährt.

Allen Partnern, Bekannten, Social Media Freunden und Netzwerkern, die diese Umfrage über Social Media, Per E-Mail, Telefon und in Newslettern in die verschiedenen Zielländer getragen haben, möchte ich auch sehr herzlich danken.

Und natürlich: Ein Riesen-Dankeschön allen aktiven Studienteilnehmern, die alle 16 Fragen samt Teil- und Unterfragen durchgearbeitet und beantwortet haben! Bis zum nächsten Mal!