Gerade beim Kollegen Drees entdeckt (man kann sich das natürlich auch in der offiziellen Version von LinkedIn durchlesen): LinkedIn weitet die so genannten „Sponsored Jobs“ aus. Bisher konnte man potenziell passende Jobs rechts neben seinem Nutzer-Profil und/oder dem News-Feed unter „Jobs you might be interested in“ sehen. Die Platzierungen wurden nach einem Auktionsprinzip vergeben.

Ürbigens gibt es seit Juli auch die „Sponsored Stories“ – mehr dazu bei Stephan.

Seit gestern wird das Feature zunächst in den englisch sprachigen Profilen, dann global, weiter ausgefahren: Passende Jobs (was auch immer man darunter verstehen mag) werden nun auch im News-Feed selbst angezeigt. Bei Marc ist eine Grafik dazu zu sehen. Damit werden die Stellenangebote besonders gut auf mobilen Endgeräten sichtbar gemacht, was ja Sinn und Zweck der Sache ist. Schließlich stammen 30% der Nutzer, die sich auf LinkedIn Jobs angesehen haben, aus der mobilen Ecke. Ist also noch einiges rauszuholen.

Das Unpraktische ist, dass die „passenden“ Jobs nicht zwingend die für einen Bewerber passenden Stellenangebote sind, sondern „nur“ diejenigen, die einerseits zum Profil passen, andererseits aber von den jeweiligen Unternehmen bezahlt worden sind, um verbreitet zu werden. Besser wäre es doch, wenn den Mitgliedern generell passende angezeigt würden – ohne jeglichen Aufpreis. Das hätte dann auch was von Social Media Recruiting.

Bringt allerdings kein Geld…, und das wird LinkedIn benötigen, um den Aktien von Facebook und demnächst auch Twitter standhalten zu können.

Ich frage mich, wann es den Social Media Nutzern zu bunt wird und beginnen, berufliche Netzwerke zu verlassen. Oder: wann Chrome Add-Ons auf den Markt kommen, die sich dann „Job-Blocker“ nennen…