Stefan hat weiter in Sachen kununu Update (nicht Relaunch!) geforscht und mit kununu CEO Florian Müller gesprochen.

Abgesehen von der agilen IT Methode, bei der auf kununu neue Funktionalitäten in einwöchigen Sprints gelauncht werden, und somit schon mal für Protest bei den Nutzern sorgen, wird in den Gesprächsinhalten deutlich, dass sich die Integrationen zwischen Jobbörse.com, XING und kununu zunehmend verdichten – logisch, in zwei Wochen ist die Zukunft Personal, und dort wird XING ja die Ära der „neue Generation Stellenanzeigen“ einläuten.

Was immer das auch heißen mag.

Jedenfalls spricht Mann auch von der „größeren Optimierung der Suchfunktionen“, wobei ich annehme, dass man hier auf die Mitte Juli gelaunchten „dynamischen Smartfilter“ zurückgreift, beziehungsweise diese Funktionalitäten zusammenführt.

Weiterhin wird kununu, so ist herauszulesen, das Content Marketing Thema massiv ausbauen. Sehr schön zu sehen, dass sich das tatsächlich „social“ Potenzial der Plattformen in eine Content Strategie verwandelt. Sehr sinnvoll, und ich bin gespannt auf die Umsetzung und Verbreitung der Inhalte – das ist ja inzwischen mein Spezialgebiet, die Social Sharing Hacks.

Die Ansicht von Stefan, so genannte „verified Reviews“ auf kununu zu unterbinden, teile ich jedoch nicht. Hier sein Statement:

„Was auf den ersten Blick nach einer cleveren Idee aussieht, entpuppt sich in meinen Augen schon auf den zweiten Blick als Rohrkrepierer. Denn wenn ich quasi die „Lizenz zum Bewerten“ explizit vergebe, setze ich mich als Unternehmen leicht dem Verdacht einer mehr als gezielten Steuerung der eigenen Arbeitgeberbewertung aus, was der Glaubwürdigkeit in meinen Augen nicht sonderlich dienlich ist.“

Ganz im Gegenteil, ich denke, dass es sinnvoll für alle Beteiligten wäre, ähnlich wie bei amazon oder booking, nur Bewertungen von entweder eigenen Mitarbeitern, Kandidaten oder Bewerbern zuzulassen, die wirklich mit dem Recruiting-Prozess in Berührung gekommen sind.

Leider wird das wohl nicht so (schnell) umzusetzen sein, denn das würde ja bedeuten, dass alle Bewerbungen und Recruitingprozesse über kununu/XING abgewickelt werden müssten. Oder aber, dass die Unternehmen an jeden Bewerber automatisch einen anonymen Link zur Bewertung des Prozesses versenden.

Klingt dann doch wieder zu utopisch für unsere Breiten und HR.

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