Der ADP Social Media Index für HR

 

Bei der Wollmilchsau sind interessante Ergebnisse zur neuesten ADP Social Media Index (ASMI) Erhebung zu lesen.

Der Index wird bereits seit sieben Jahren erhoben, und seitdem ist einiges an Bewegung in Sachen Social Recruiting gekommen.

Allerdings sind das eher wenige Dinge in der tatsächlichen Ausführung von Social Recruiting, wenn man sich die Ergebnisse im Detail auf Slideshare ansieht:

 

Ergebnisse im Kommentar

 

Zwar steigen die Budgets und der Wille, Social Media für HR-Zwecke einzusetzen. Jedoch werden diese Kanäle nur sehr selten richtig gut mit der eigenen Karriereseite verknüpft.

Auch verwenden viele Unternehmen ihre HR- und Recruiting Präsenzen im Social Web vor allem dazu, Informationen hinauszusenden – also als reines „Push“-Instrument.
Dialog oder die Verwendung dieser Medien, um zu diskutieren oder auch als „Collaboration“ Tool einzusetzen, finden kaum statt.

Twitter und andere Bloggingformen werden sehr selten eingesetzt, und ein Media Sharing geschieht so gut wie gar nicht.

Verwirrend finde ich, dass die eigene Karriereseite in Social Media Recruiting einbezogen wird. Als „Vergleichsobjekt“ zu anderen Online Kanälen ist das verständlich, als Social Recruiting Kanal würde ich eine Karriereseite jedoch nicht bezeichnen.

Nach Aussagen der Studienteilnehmer, die nach Angaben der Macher repräsentativ sind, gilt die eigene HR-Site immer noch als das wichtigste Recruiting Instrument (nebenbei bemerkt: Die Rechtschreibung in der ADP Studie lässt zu wünschen übrig, und man sollte sich auf eine einheitliche Schreibweise des Wortes „Recruiting“ vs. „Rekrutierung“ einigen).

Die stetige Optimierung dieser Karriereseiten steht wohl auch im Vordergrund der Bemühungen vieler Firmen – vor allem der kleineren Unternehmen, die eine Menge Aufholarbeit zu leisten haben und daher kaum zu weiteren Aktivitäten in den sozialen Netzwerken kommen.

XING steht nach wie vor höher im Kurs als LinkedIn.
Was weiterhin auffällt ist, dass das Thema Sourcing nicht erörtert beziehungsweise abgefragt wurde. Eventuell versteckt es sich hinter dem Großthema „Recruiting“? Das fände ich dann doch seltsam, weil Sourcing über das eigentliche Recruiting weit hinaus geht.

 

Fazit

 

Wie dem auch sei: Es bleibt viel zu tun, aber viele Unternehmen planen keine Ausweitung der Social Media Aktivitäten.

Die Großen ernten die Früchte ihrer bisherigen Arbeit – solange, bis sie von anderen, etwas agileren (hier mache ich keine Anspielung auf die agilen Methoden, sondern meine die ursprüngliche Bedeutung dieses Wortes) Firmen überholt werden.

We’ll see.