Kein Ende der Online Stellenangebote in Sicht

 

Wer hätte es gedacht: Zappos holt die Stellenanzeigen zurück, wie bei den Wollmilchsäuen zu lesen ist.
Ich muss ja gestehen, dass ich nur wenig überrascht bin, da ich die „good old“ Stellenanzeige eben immer noch als den kleinsten, gemeinsamen – und damit essenziellen – Nenner im Recruiting und im Personalmarketing ansehe.

An anderer Stelle hatte ich bereits geschrieben:

Eines der heiß diskutierten Themen in der Branche und unter HR Beratern ist, dass die „klassische“ Stellenanzeige für unsere heutigen, modernen und schnelllebigen Zeiten, in denen die Selfie-Kultur und Generation Y (oder Z?) das Sagen bestimmen werden, total „Old School“, also – um etwas altbacken daher zu schreiben – voll „out“ ist.

[…]

Aber: Egal, was Ihr in Richtung Personalgewinnung unternehmt – alles beginnt mit dem oder den Stellenprofilen, welche dann früher oder später in dem Verfassen einer Stellenanzeige münden.“

Nun hat sich also Zappos aus Las Vegas – immerhin setzt man in dieser Stadt wohl gerne mal was aufs Spiel – dazu entschlossen, Stellenanzeigen wieder auf die eigene Karriere Website zurückzuholen.

Der Grund sei, dass die meisten Jobsuchenden am liebsten nach Stellenanzeigen suchen und sich an Job Newslettern anmelden, um diese frisch ins Postfach zu bekommen.

Jaha, auch die alte E-Mail hat noch nicht ganz ausgedient, was?

 

Zappos hat anscheinend, so lassen es die Traffic Zahlen der Karriereseite, die man bei der Wollmilchsau einsehen kann, seit Start des „Insider Netzwerks“, welches die Stellenanzeigen ersetzen sollte, Traffic Einbrüche erfahren.

In einer etwas detallierteren Analyse sieht man, dass in dem Zeitraum nach Abschalten der Stellenanzeigen weder Display Ads noch Paid Search Kampagnen betrieben worden sind.

Das wäre natürlich etwas leichtfertig, darauf zu hoffen, ausschließlich auf den tollen Markennamen bauen zu können, um Talente auf die Karriereseite zu ziehen.

 

Allerdings scheinen die Zugriffe über Social und Referral Quellen ganz ok zu sein – wobei die Zahlen nicht genau verraten, ob sie nun Prozente sind oder die genaue Anzahl der Visits bzw. ob es sich um Besucher, Unique Visits oder Page Views handelt.

Mysteriös.

Auch wäre interessant zu wissen, wie diese Aufteilung vor Launch des Netzwerks Inside Zappos ausgesehen hat.

Ebenfalls fragwürdig: Das gesparte Anzeigenbudget hätte man ja nicht unbedingt in Paid Campaigns verwandeln müssen, aber warum dann keine ausgereiftere Social Media Strategie, ein Karriereblog, Inbound Personalmarketing?

Für ein Netzwerk wie Inside Zappos doch ein genialer Ansatz gewesen!

Was meint Ihr?

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